Im Laufe der Jahre habe ich an vielen spannenden Projekten gearbeitet – sei es als Gründer oder als aktiver Teil eines Teams. Alles begann 2008 mit dem Online-Spiel DarkOrbit, das mir nicht nur jede Menge Spaß brachte, sondern mich auch in die Welt von TeamSpeak² einführte. Damals hatte ich keine Ahnung, was das war – aber nach einer kurzen Erklärung besorgte ich mir mein erstes Headset und tauchte ein.
Mein erster Clan hielt nicht lange, aber im zweiten – Jing-Ling – fühlte ich mich schnell wohl. Ich stieg vom einfachen Piloten bis zum Beirat des Clanführers auf. Später fusionierten wir mit einem anderen Clan und wurden Teil der Runrig*Warriors. Auch hier begann ich als normales Mitglied, wurde später Beirat und schließlich sogar Clanoberhaupt des Zweitclans.
Mit der Zeit brauchten wir immer wieder TeamSpeak²-Server – sei es durch Clanmitglieder, Sponsoren oder Freunde. Doch oft gab es Probleme: Server wurden gelöscht, Sponsoren sprangen ab oder landeten auf der Blacklist. 2009 begann ich als Supporter bei einem TeamSpeak²-Sponsoring und konnte dort viel über Server und Linux lernen. Als unser eigener TeamSpeak-Server plötzlich nicht mehr verfügbar war, entschied ich mich, die Sache selbst in die Hand zu nehmen:
Ich mietete einen Rootserver und begann, TeamSpeak² für unseren Clan und verbündete Gruppen zu hosten. Schon bald fragten auch befreundete Clans nach Servern – und ich half gern aus. So entstand am 28.05.2009 die erste Webseite und Domain für mein eigenes Hosting-Projekt:
Mit der Zeit wuchs das Projekt. Ich baute ein Team auf, das Sponsoring wurde immer beliebter, und unsere TeamSpeak²-Server waren gefragt. Doch irgendwann stieß unsere Lizenz an ihre Grenzen. Ein Supporter schlug vor: "Beantrage doch eine ATHP-Lizenz für TeamSpeak² – ich übernehme die Kosten!" Nach kurzer Rücksprache mit dem Team wagte ich den Schritt.
Die Lizenz brachte uns auf das nächste Level – bis plötzlich eine schlechte Nachricht kam: Wir standen auf der Blacklist von TeamSpeak! Schnell stellte sich heraus, dass mein Stellvertreter die Rechnung nicht bezahlt hatte. Nach einigen Gesprächen mit TeamSpeak wurde das Problem gelöst – doch nun mussten wir uns um die Finanzierung kümmern.
Mit einer Spendenaktion unserer Sponsoring-Kunden konnten wir einen Großteil der Kosten decken. Den Rest erließ uns TeamSpeak nach einem direkten Austausch mit der Geschäftsleitung. Damit war klar: Wir waren ab sofort kein Sponsoring mehr, sondern ein offizieller Hoster.
Neben dem Hosting hatten wir auch eine aktive Community mit eigenem Webradio. Mit dem Aufstieg von TeamSpeak 3 wechselten viele unserer Kunden sofort in die Beta-Version. Innerhalb weniger Monate hatten wir keine TS²-Server mehr im Angebot.
Dann trat ein neuer Praktikant unserem Team bei. Er brachte viele frische Ideen ein, von denen wir einige umsetzten – unter anderem ein neues Abrechnungssystem und den Wechsel zu einem besseren Server-Anbieter. Doch mit der Zeit veränderte sich das Team. Einige Mitglieder gingen, weil sie mit den Veränderungen nicht klarkamen. Auch ich habe dabei sicherlich Fehler gemacht.
Der Praktikant wurde schließlich stellvertretender Leiter – und das Ende begann. Er gab mehr Geld aus, als wir einnahmen, und plötzlich konnten wir unsere Rechnungen nicht mehr bezahlen.
Für mich gab es nur eine Option: Aufgeben, schließen und die Schulden irgendwie begleichen. Doch mein Stellvertreter wollte das Hosting samt Schulden übernehmen. Da sich das Team bereits auf seine Seite gestellt hatte, entschied ich mich, mein Projekt Fierlord-Hosting – das inzwischen zu F-Hosting wurde – loszulassen.
Kurz nach meinem Ausstieg war das Hosting nicht mehr online.
Doch lange hielt ich es nicht aus. Keine zwei Monate nach meinem Ausstieg nahm ich Kontakt zu TeamSpeak auf, erklärte die Situation – und bekam eine neue Lizenz. Fierlord-Hosting.de war zurück, mit einem neuen Team. Doch der Name brachte uns weiterhin Probleme, also musste etwas Neues her.
Nach langem Überlegen entstand Inferi-Hosting. Wir sicherten eine neue Domain, erstellten neue Banner und leiteten die alte Webseite um.
Und es funktionierte!
Stammkunden kehrten zurück – sogar noch bevor wir die Lizenz hatten. Viele sind bis heute dabei. Auch wenn Inferi-Hosting nicht den gleichen Erfolg erreichte wie Fierlord-Hosting, hatten wir nun mehr Erfahrung, ein breiteres Produktangebot und ein starkes Team.
Wir unterstützten auch andere Hoster – egal ob Sponsoring oder ATHP. Viele fragten uns um Hilfe, und wir halfen, wo wir konnten. Einige dieser Hoster gibt es heute nicht mehr, aber viele ihrer Kunden sind durch unseren Support zu uns gewechselt.
Wir setzten stets auf persönlichen Kontakt: Anstatt nur per Ticket oder Mail zu antworten, gingen wir direkt auf die TeamSpeak-Server unserer Kunden, erklärten ihnen alles in Ruhe und halfen sogar bei Problemen außerhalb unserer Produkte.
Inferi-Hosting lebte durch sein Team, seine Kunden und seine Community – und darauf war ich stolz.
Leider musste ich Inferi-Hosting.de 2017 aus privaten und finanziellen Gründen einstellen.
Doch schon Mitte 2018 gründete ich Inferi-Webspace.de. Das Projekt lief zwar nicht wie erhofft, aber ich nutzte es als Hobby, um private Webseiten und kleine Projekte zu unterstützen. Seit 2023 hoste ich auch Webradios und biete IceCast v2-Streams, Webseiten-Betreuung und erweiterten Support an – inklusive Einrichtung der Streams und Moderatoren.
Auch wenn sich vieles verändert hat, eines bleibt gleich:
Ich liebe es, Projekte aufzubauen, Menschen zu helfen und gemeinsam etwas zu erschaffen.
Ein riesiges Danke an meine Freunde und Unterstützer – ohne euch wäre all das nicht möglich gewesen! ❤️